Wie kommt eigentlich die Rückennummer auf´s Trikot?
Wie wird eigentlich ein Shirt bedruckt?

Das Trikot der deutschen Fußballnationalmannschaft – etwas Besonderes. Der Adler und die Sterne auf der Brust. Auf dem Rücken der Namen des Spielers: Beckenbauer, Bierhoff oder Schweinsteiger. Allesamt Ikonen, Weltmeister, Legenden des deutschen Fußballs. Begeisterte Anhänger eifern ihren Helden nach und stellen ihre Liebe zu Spieler und Mannschaft mit dem entsprechenden Outfit zur Schau. Woran aber die Wenigsten denken: wie kommen der Name und das Logo aufs Trikot? Oder wenn man sich nicht nur auf Trikots konzentriert: Wie funktioniert Textildruck?

Bild von bedruckten Trikots für Sonnewalde

Wie läuft ein Auftrag zum Shirt bedrucken ab?

Bevor man das fertige Trikot, oder das individuell bedruckte T-Shirt in den Händen halten kann, werden ein paar Prozessschritte durchlaufen. Dieser Workflow ist relativ unkompliziert – einer der Gründe, warum das Geschäft mit (individuell) bedruckten Textilien so boomt. Der Kunde wählt als erstes die entsprechenden Kleidung aus, liefert diese oder bringt sie gleich mit. Entweder im direkten Kontakt mit dem Anbieter, oder schnell und einfach übers Internet. Nach der Auswahl aus vielen verschiedenen Typen, Materialien, Farben oder Formen des Oberteils geht es an die Wahl des Motives. Sobald Schriftzug, Motiv, Rückennummer oder was auch immer definiert ist, wird das Ergebnis als Vektordatei abgespeichert. Diese wird anschließend an die Maschine gesendet, auf die Oberfläche angepasst und mit dem entsprechenden Druckverfahren (dazu gleich mehr) aufgetragen. Das passiert innerhalb weniger Minuten und nun liegt es an der Post, wie schnell der Kunde das fertige Ergebnis in den Händen halten kann.

Welche Verfahren zur Beflockung von Trikots gibt es?

Das Verfahren, das hierzu seit etlichen Jahren verwendet wird ist der Textildruck. Wobei es hier festzuhalten gilt, dass der Begriff tatsächlich eine breite Palette an Verfahren umspannt. Das gewünschte Endprodukt kann auf vielen unterschiedlichen Wegen erreicht werden. Die gängigsten Verfahren wollen wir an dieser Stelle erklären.

    1. Das Flexfoliendruck-Verfahren

      Dieses Verfahren ist quasi der Klassiker. Wie der Name schon sagt, wird bei dieser Herstellungsform eine Flexfolie benötigt, die geschnitten wird und in einem nächsten Schritt auf das Kleidungsstück gelegt werden kann. Auf der Unterseite der Folie befindet sich ein Klebstoff. Mittels Wärme wird das Element – zum Beispiel die Rückennummer – auf der Oberfläche fixiert. Sollen also komplette Trikotsätze, Arbeitskleidung oder andere Outfits in großer Stückzahl produziert werden, bietet sich das Verfahren an.

    2. Der Transfer-Flock

      Der Name des Verfahrens führt häufig zu Missverständnissen. Tatsächlich handelt es sich bei diesem Verfahren eher um einen Druck als einen Flock. Dabei wird eine sogenannte Transferfolie mithilfe von Druck und Hitze auf der Oberfläche angebracht. Klebefolien die durch eine Transferfolie auf das T-Shirt gepresst werden, müssen zunächst entlang der Kurven und Kanten zugeschnitten werden. Möglich machen dies die Eigenschaften der oben erwähnten Vektordatei. Die ausgeschnittenen Elemente gilt es abschließend noch von der verbliebenen Klebefolie zu befreien. Diesen Prozess nennt man Entgittern. Er garantiert, dass am Ende auch wirklich nur das Motiv oder die Schrift selbst übrig bleiben.

    1. Der Sublimationsdruck

      Verglichen mit den meisten Verfahren bei der Beflockung von Trikots ist der Sublimationsdruck ein relativ neues Verfahren. Anders bei den anderen Herstellungsverfahren wird dabei direkt auf die Oberfläche gedruckt. Die funktioniert allerdings nur bei einem weißen bzw. sehr hellen Oberteil. Bunte oder dunkle Textilien können die Farbverläufe und Übergänge vielfarbiger Elemente schlecht aufnehmen.

 

  1. Der Digitaldruck

    Der Digitaldruck ähnelt in seinem Verfahren dem Sublimationstransfer. Der Unterschied besteht jedoch drin, dass bei dieser Art des Textildrucks kein Flock bzw. Filz-ähnliches Material verwendet wird. Bei der Beflockung von Trikots via Digitaldruck wird auf eine deutlich dünnere Trägerschicht zurückgegriffen, welche im letzten Schritt direkt auf die Trikots geklebt. Genau wie der Sublimationstransfer bietet sich auch der Digitaldruck sehr gut für die Herstellung farbiger Logos und Werbeanzeigen auf farbigen Trikots an.

Bild von Statistik


Die Möglichkeiten beim Textildruck sind selbstredend nicht nur auf Shirts oder Trikots beschränkt. Die Möglichkeiten bei der Gestaltung sind nahezu grenzenlos. Das betrifft nicht nur die Farbauswahl, sondern auch die Schriftart, Schriftgröße oder Schriftform. Neben Nummern lassen sich auch allerhand anderer Elemente, etwa Bilder auf Logos, auf der Oberfläche festhalten. Spätestens seit dem Gang in den Supermarkt mit eigenem Statement auf der Jutetasche oder feiernden Junggesellenabschieden im selben Outfit, haben bedruckte Kleidungsstücke und Accessoires ihre Nische in der Gesellschaft gefunden. Auch Arbeitskleidung,T-Shirts, Caps und Berufsbekleidung kann man bei uns in Sonnewalde, nahe Finsterwalde, bedrucken lassen. Das Beflocken eines ganzen Trikotsatzes funktioniert nach dem gleichen Prinzip der Beflockung.

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